Treiser Geldautomat soll bleiben

Treiser Geldautomat soll bleiben

Die Stadtverordnetenversammlung Staufenberg verabschiedete eine Resolution gegen den Abbau des Volksbank-Geldautomaten in Treis und eine weitere für Erhalt von RHI in Mainzlar.

Staufenberg Gleich zwei Resolutionen standen in der Sitzung der Staufenberger Stadtverordneten an. Beide wurden als gemeinsamer Antrag aller Fraktionen einhellig beschlossen.

So schlagen die Gerüchte um eine mögliche Schließung des Mainzlarer Standorts des Unternehmens RHI Magnesita hohe Wellen. Die Fraktionen haben daher die folgende Resolution verabschiedet: Die Stadtverordnetenversammlung Staufenberg unterstützt die Bemühungen von Bürgermeister Peter Gefeller und dem Magistrat, sich auf allen Ebenen für den Erhalt des Stadtorts Mainzlar der RHI Magnesita einzusetzen. Das Mainzlarer Werk sei ein wichtiger Arbeitgeber und Steuerzahler, schreibe schwarze Zahlen und verfüge über innovative Technologien bei der Produktion feuerfester Steine. Die Resolution weist auch auf die „erheblichen negativen Auswirkungen auf die gesamte Region“ im Falle einer Stilllegung hin. Daher fordern die Parlamentarier die RHI-Verantwortlichen auf, „die angekündigten Schritte sowie eventuelle weitere einschränkende Maßnahmen für das Werk in Mainzlar zu überdenken beziehungsweise wieder rückgängig zu machen.“

„Glaspaläste“

Für reichlich Verärgerung sorgt die Ankündigung der Volksbank Mittelhessen, den Geldautomaten im Stadtteil Treis abzubauen. Bürgermeister Peter Gefeller teilte mit, dass er den zuständigen Regionaldirektor der Volksbank zu einem Gespräch eingeladen habe, um zu erfahren, warum dieser sehr gut frequentierte Automat abgebaut werden soll. „Ein Geldinstitut, das drei Glaspaläste für zig Millionen im Schiffenberger Tal bauen kann, sollte in der Lage sein, einen Automaten zu halten“, so Gefeller. Manfred Hein (FW) zeigte völliges Unverständnis und meinte, es sei für ihn nicht nachvollziehbar, wie gerade ein genossenschaftlich ausgerichtetes Unternehmen so vorgehen könne. „Raiffeisen würde sich im Grab umdrehen“, so Hein. Claus Waldschmidt (SPD) meinte, alle sprächen von der Stärkung des ländlichen Raums. „Was die Volksbank hier macht, ist kontraproduktiv. Das ist eine Schwächung des ländlichen Raums.“ Roland Ehmig (FW) sprach sogar von einer „großen Sauerei“. Der Abbau des Automaten in der über 2000-Seelen-Gemeinde treffe gerade die, die nicht mal eben schnell zur nächsten Filiale fahren könnten. Die gemeinsame Resolution greift genau diesen Punkt auf: „Durch die schlechte Infrastruktur und die älter werdende Bevölkerung ist eine Entfernung des Geldautomaten insbesondere für die nicht mobilen Kunden der Volksbank Mittelhessen nicht zumutbar. Wir fordern die Geschäftsleitung auf, diesen Beschluss zu überdenken.“

Illegale Müllentsorgung

Illegal abgelagerter Sperrmüll beziehungsweise Müll scheint in der Staufenberger Gemarkung in Mode gekommen zu sein. Peter Gefeller konnte seinen Unmut kaum verhehlen und zog eine Bilanz allein der vergangenen Woche: „Mülleimer hinter dem Rewe-Markt zum Überlaufen voll, Glascontainer am Ortsausgang Daubringen: Müllberge, an der Kreisstraße 29 zwischen Daubringen und Lollar: Müllberge, Bienekstraße: Müllberge. Und so ist das Woche für Woche.“ Es könne nicht sein, dass die Entsorgung letztendlich „auf dem Buckel unserer Bauhofmitarbeiter“ ausgetragen werde. Vor allem der Glascontainer in Daubringen sei wohl ein beliebter Ablageplatz. Hier werde man überlegen, eine Überwachungskamera zu installieren. Hinter der Gemeinschaftsunterkunft in Staufenberg sei illegal Sperrmüll entsorgt worden, den Verursacher habe man ausfindig gemacht. „Der bekommt von uns ein saftiges Ordnungsgeld“, verkündete der Bürgermeister.

Quelle: Gießener Anzeiger