Die Harbacher Esel

Die Harbacher Esel

Gehört habt ihr sie bestimmt schon mal. Jetzt möchten wir euch unsere 4 Langohren vorstellen. Keine Angst wir werden nur von den 4-Beinern erzählen. Geschichten über die 2-beinigen Harbacher Esel würden den Rahmen dann doch sprengen 😉

Zuerst stellen wir uns mal vor. Also wir sind Kerstin und Nico, zuhause sind wir, wie den meisten bekannt ist, inmitten unseres schönen Dörfchens. Zu uns gehört auch noch unsere kalte Schnauze Balu, ein plüschiger Mischlings-Rüde.

Nico ist 28 Jahre alt, hat einen „normalen“ Job als Bauleiter. Wenn er nicht grade arbeitet, findet man ihn meistens in Feld und Flur bei den Tieren. Neben den Eseln gibt’s auch noch Schafe, Hühner, Gänse und Truthähne. Wie es sich für ein Kind vom Dorf gehört, engagiert er sich auch in einigen der vielen Harbacher Vereine, unter anderem in der Freiwilligen Feuerwehr, dem Verein für Obstbau und Kleintierzucht, der Burschen- und Mädchenschaft und im Kirchenvorstand. Im Großen und Ganzen ist er ein geselliger Zeitgenosse, der gerne in Harbach lebt und sich auch für die Belange im Dorf einsetzt.

So aber nun zu den Eseln 😉

Zurzeit leben bei uns die 4 Esel Hannes, Sophie, Eddi und Emma. Hannes ist im November 2019 bei uns eigenzogen. Die Geschichte wie er zu uns kam ist schon ein bisschen verrückt und dauert auch einen Moment, deshalb lassen wir den Teil weg.

Da so ein Esel, genauso wie wir Menschen ein soziales Wesen ist, was Gesellschaft braucht, haben wir uns auf die Suche nach einem zweiten Esel gemacht. Fündig wurden wir nach ein paar Enttäuschungen dann bei Getrud und Karl-Heinz Klee in Holzheim. Es standen mehrere Esel zum Verkauf, aber verguckt hatten uns sofort in Sophie. Eigentlich sollte Sophie gar nicht verkauft werden. Aufgrund der Lebenserwartung von Eseln hat sich Karl-Heinz, nachdem er sich das zukünftige Zuhause von Sophie angeschaut hat, entschlossen sie doch zu verkaufen. Im Mai 2020 ist dann Sophie bei uns eingezogen. Jetzt war das Esel-Glück perfekt, doch eines haben wir nicht bedacht. Hannes ist ein junger Hengst und junge Sophie eine Stute. Die Chemie zwischen beiden hat gepasst und es kam, wie es kommen musste, Sophie war nach kurzer Zeit gedeckt. Mit Null Erfahrung wurden wir am 30.06.2021 Esel-Eltern. Früh morgens stand da ein kleiner Esel auf wackeligen Beinen, ein kleines Hengstfohlen, genannt haben wir es Eddi. Eddi war jetzt der dritte im Bunde und entwickelte sich prächtig. Anfangs war er sehr scheu, aber schnell wurde er zutraulich und halfter-führig. Die Spaziergänge waren jetzt zwar aufwändiger, aber trotzdem macht es immer wieder Spaß.

Zu guter Letzt ist da noch Emma, die Kleinste. Nach der Geburt von Eddi wurde Sophie wieder schnell gedeckt und am 01.08.2022 ist Emma geboren. Die Geburt konnten wir sogar live miterleben. Sophie hat uns gegen halb 4 mit einem lauten Schrei geweckt. Also schnell was drübergezogen und raus zu den Eseln. Die Hufe der Vorderbeinchen haben schon rausgeschaut. Mit der Geburt haben wir eigentlich erst im September gerechnet, daher war nichts vorbereitet. Trotzdem lief die Geburt ohne große Probleme ab. Nach nicht mal einer Stunde stand Emma auf allen Vieren und hat den Weg zur Milchbar gesucht und letztendlich auch gefunden. Emma ist unser kleiner Sonnenschein, nicht nur wegen der besonderen Farbe, sondern auch weil sie verdammt zutraulich ist und einem nicht von der Seite weicht, wenn man auf der Weide oder im Stall ist.

So, jetzt kennt ihr unsere 4 Langohren. Sophie und Emma sind aktuell bei uns am Hof und Hannes und Eddi leben in einer Männer-WG auf der Weide. Ein Esel gibt auch öfter mal einen Laut von sich. Generell sind unsere 4 keine Schreihälse, die pausenlos I-AH machen. Die Rufe kann man auch unterscheiden. Meistens rufen sie, wenn sie sich freuen uns oder auch andere Menschen zu sehen. Es kommt auch schonmal nachts vor, dass Sophie loslegt. Dann ist aber irgendwas komisch und sie möchte ihre Esel-Freunde warnen. Also nehmt es uns bzw. den Eseln nicht übel, wenn mal ein I-AH ertönt.

Im Wesentlichen wisst ihr jetzt alles über uns und unsere Esel, aber eine ganz wichtige Bitte habe ich noch an alle, die unsere Esel besuchen, seien es Hannes und Eddi auf der Weide oder Sophie und Emma bei uns zuhause.

BITTE NICHTS FÜTTERN!

Die Esel bekommen von uns alles, was sie brauchen und davon auch mehr als genug. Sie haben immer Zugang zu Wasser und Heu. Sie bekommen auch ab und zu Möhren, Äpfel oder trockenes Brot von uns. Wenn Esel zu viel Möhren, Äpfel, Brot oder Brötchen bekommen, kann das zu schweren Krankheiten führen, letztlich sogar bis zum Tod.

Betretet bitte auch nicht ungefragt die Weiden, auf denen die Esel stehen. Fühlt sich ein Esel bedroht, verhält er sich anders als z.B. ein Pferd. Er geht auf Angriff und das kann für einen Menschen nicht gut enden. Leint auch bitte eure Hunde an und lasst sie nicht in die Weiden laufen. Im Zweifel muss euer Hund nach einer Auseinandersetzung mit einem Esel mit schweren Verletzungen zum Tierarzt.

Generell ist bei uns jeder willkommen, der mehr über Esel oder auch die anderen bei uns lebenden Tiere wissen möchte. Sprecht uns einfach an.

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